Michelbach Fluss Renaturierung

6/2/2025
Michelbach Fluss Renaturierung
Ein weisser Raupenbagger mit der Aufschrift "Traunfellner" steht in einem flachen Flussbett und arbeitet an der Uferbefestigung mit grossen Steinen. Das Wasser ist leicht trüb, und der Fluss wird von dichtem Grün gesäumt. Rechts oben auf einem Schotterweg steht ein weisses Fahrzeug.    Niederösterreich Traunfellner Wasserbau Erdarbeiten Wien
© TheoKust

In den 1930er-Jahren wurde mit der Begradigung des Michelbachs begonnen, um zusätzliche Flächen zu gewinnen. Später erkannte man jedoch den Wert der natürlichen Beschaffenheit des Gewässers und entschied sich für eine Renaturierung, um dem ursprünglichen Verlauf des Michelbachs wieder näher zukommen.

Im Rahmen dieses Projekts wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um den Michelbach ökologisch aufzuwerten und seine Fischgängigkeit zu verbessern. Die Wehre entlang einer Flusslänge von 4,3 Kilometern wurden zu diesem Zweck umgebaut, um den Fischen eine sichere Passage zu ermöglichen. Das Flussbett wurde naturnah gestaltet, indem Tiefstellen (Kolke) und Kiesbänke geschaffen wurden, um die ökologische Vielfalt des Gewässers zu fördern.

Ein renaturierter Flusslauf mit flachem Wasser, grossen Steinen und dichter grüner Vegetation an den Ufern. Im Hintergrund sind weitere Steine und eine natürliche Flussbiegung zu sehen.    Niederösterreich Traunfellner Wasserbau Wien
© TheoKust

Zwei bestehende Sohlstufen wurden abgetragen, um den natürlichen Flussverlauf zu rekonstruieren und somit eine bessere Durchgängigkeit für Fische zu gewährleisten. Zusätzlich wurden 4 Fischaufstiegshilfen sowie 80 Steinbuhnen links- und rechtsufrig des Michelbachs errichtet, um den Fischen das Überwinden von Hindernissen zu erleichtern.

Ein renaturierter Flusslauf mit klar strukturierten Uferböschungen, grossen Steinen und ruhigem Wasser. Die Umgebung ist von grünen Wiesen und Bäumen gesäumt. Im Hintergrund geht eine Person entlang des Ufers spazieren.    Niederösterreich Traunfellner Wasserbau Wien
© TheoKust

Darüber hinaus wurden 35 Sohlgurte angelegt, um das Flussbett in Abschnitten zu variieren und damit die Lebensbedingungen für aquatische Lebewesen zu verbessern. Diese Maßnahme trug zur Schaffung eines abwechslungsreichen und natürlichen Lebensraums für Flora und Fauna bei.

Im Zuge der Renaturierung wurden auch Uferaufweitungen und Ufersicherungen vorgenommen, um die Stabilität der Ufer zu gewährleisten und gleichzeitig wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen. Zusätzlich erfolgte die Wiederinstandsetzung des bestehenden Radweges entlang des Michelbachs, um die Erholungsmöglichkeiten für Anwohner und Besucher zu verbessern.

Die Renaturierung des Michelbachs war ein beeindruckendes Beispiel für den verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und den Einsatz für den Erhalt der Biodiversität. Wir sind stolz darauf, dass wir unseren Beitrag zur Umsetzung dieses wichtigen Projekts leisten konnten und somit dazu beigetragen haben, den Michelbach in einen natürlichen und lebendigen Lebensraum zu verwandeln. Die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Beteiligten ermöglichte die Realisierung dieser wertvollen Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung dieses einzigartigen Flusssystems.

Ein renaturierter Flusslauf mit mehreren angelegten Wasserstufen und grossen Natursteinen entlang der Ufer. Die Umgebung ist von Wiesen, Bäumen und einigen Häusern in der Ferne geprägt. Das Wasser ist ruhig und reflektiert den blauen Himmel.    Niederösterreich Traunfellner Wasserbau Wien
© TheoKust

Wir bedanken uns an dieser Stelle für das Vertrauen unseres Auftraggebers in unsere Fähigkeiten!

KENNZAHLEN

  • Beton: 2.050 m³
  • Wasserbausteine: 9.375 m³
  • Aushubwegschaffen: 15.300 m³
  • Oberflächensondierung (KME): 62.300 m²
  • Steinbuhnen: 80 Stück
  • Fischaufstiegshilfe: 4 Stück
  • Sohlgurte inkl. Fischpassierbarkeit: 35 Stück

PROJEKTDATEN

Auftraggeber: Marktgemeinde Böheimkirchen

Bauzeit: Februar bis Dezember 2017

Facharbeiter

Hochauer Oliver

“Das Arbeitsklima ist super, der Verdienst gut und fair und die Baustellen sind nicht zu weit weg. Alles ist gut organisiert - hier wird auf die Leute geschaut.”