Um die Sicherheit und Funktionsfähigkeit der Mariazellerbahn zu gewährleisten, wurde der Streckenabschnitt zwischen der Haltestelle Erlaufklause und dem Bahnhof Mitterbach aufgrund seines sanierungsbedürftigen Zustands einer umfassenden Generalsanierung unterzogen. Diese anspruchsvollen Bauarbeiten umfassten sowohl den Oberbau als auch den Unterbau der Gleisanlage und beinhalteten vielfältige Sanierungsmaßnahmen, um den Bahnabschnitt wieder zukunftsfähig zu machen.
Oberbausanierung: Im Rahmen der Oberbausanierung wurde der Gleisschotter abgetragen und erneuert sowie das gesamte Gleisbett neu verlegt. Diese Arbeiten schlossen auch die Erneuerung des Unterbaus und der Entwässerungssysteme ein. Ein kompletter Schwellentausch, die Entfernung von Sicherungskappen sowie die Sanierung der Gleisentwässerung wurden ebenfalls durchgeführt.
Unterbausanierung: Die Bodenauswechslung und Bodenstabilisierung bildeten die Grundlage für die Erneuerung der Tragschichten im Unterbau. Dies war entscheidend, um die langfristige Stabilität des Gleisbetts zu gewährleisten.
Entwässerungssanierung: Um die Entwässerung des Streckenabschnitts sicherzustellen, wurden Bestandsgräben profiliert und Dammprofile ausgeschlitzt. Außerdem wurden Drainagen errichtet und vorhandene Durchlässe erneuert, um das Wasser effizient abzuleiten und Staunässe im Gleisbett zu vermeiden.
Erneuerung von Kabeltrögen und Eisenbahnkreuzungen: Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts war die Verlegung eines neuen Kabeltrogs inklusive der Verkabelung. Die Eisenbahnkreuzung auf diesem Streckenabschnitt wurde ebenfalls komplett erneuert, um den Anforderungen des modernen Bahnverkehrs gerecht zu werden.
Brückensanierung und weitere Arbeiten: Die Sanierung umfasste zudem die Erneuerung von Brückenbedielungen sowie die Bedielungen der Eisenbahnübergänge. Darüber hinaus wurden Schotterbettsicherungen errichtet und Spritzbetonsicherungen in Einschnittsbereichen vorgenommen, um die Stabilität des Geländes und der Streckenführung zu gewährleisten.
Technische Erneuerungen: Neben den infrastrukturellen Maßnahmen wurden auch neue Signalkabelverbindungen hergestellt und die Erdungssysteme der Bahnanlage erneuert. Zudem erfolgte die Errichtung von Oberleitungsmastfundamenten, um die sichere Versorgung der elektrischen Bahnstrecke zu gewährleisten.
Dieses umfassende Sanierungsprojekt war eine wichtige Maßnahme zur Erhaltung der Betriebs- und Verkehrssicherheit der Mariazellerbahn. Wir sind stolz darauf, diese Gleissanierung erfolgreich durchgeführt zu haben, und danken unserem Auftraggeber für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen in unsere Leistungen!
Bauzeit: März 2023 – Mai 2024 Baulos1: März – Mai 2023, Baulos 2: Februar – Mai 2024)
KENNZAHLEN
Länge Bahntrasse:ca. 1.798 m
Drainage: ca. 630 m
Schotterbettsicherung: ca. 360 m
OL-Fundamente: 49 Stk.
Kabeltrog: ca. 1.650 m
Gleisschotter: ca. 4.190 to
Spritzbeton: ca. 110 m²
Aushubkubatur: ca. 7.100 m³
Bodenstabilisierung: ca. 4.000 m²
Ungebundene untere Tragschicht: ca. 2.300 m³
Ungebundene obere Tragschicht: ca. 7.600 m²
Asphaltierung 2-lagig: ca. 150 m²
30 kV Erdkabel: ca. 2.200 m
Lichtwellenleiter: ca. 2.320 m
Facharbeiter
Hochauer Oliver
“Das Arbeitsklima ist super, der Verdienst gut und fair und die Baustellen sind nicht zu weit weg. Alles ist gut organisiert - hier wird auf die Leute geschaut.”